PROJEKTE


Islamische Friedensethik. Friedensethische Diskurse im islamisch geprägten Kulturkreis der Gegenwart
Begründungsdiskurse religiös motivierter (terroristischer) Gewaltakteure
The Responsibility to Protect: Instrument der Re-Legitimierung des Krieges oder Vehikel der Kriegsächtung?
Pax Christi und der Pazifismusstreit
Conflict Transformation with Religious Dimensions
Die Rhetorik des Monotheismus im Römischen Reich
Ökumenische christliche Kirchen in Konflikten
Ethos religiöser Friedenstifter
Theologie der Versöhnung
Religion als politische Gefahr?
Der Umgang mit Macht und Machtlosigkeit
Muslim belonging in contemporary North India
The ambivalence of the sacred as a personal dynamic
Der gerechte Frieden – Die ökumenische Debatte zwischen kirchlichen Kontroversen und globaler Verantwortung



Islamische Friedensethik. Friedensethische Diskurse im islamisch geprägten Kulturkreis der Gegenwart

Prof. Dr. Dirk Ansorge, PTH Sankt Georgen (Koordinator)
Kontakt: ansorge@sankt-georgen.de

Angesichts der weltpolitischen Ereignisse nach dem Ende des Kalten Krieges zeichnet es sich ab, dass künftige politische und soziale Umbrüche nur dann halbwegs friedlich verlau-fen werden, wenn es zu einem besseren Verständnis der Kulturen und Religionen dieser Welt kommt. Vor diesem Hintergrund will das Projekt „Islamische Friedensethik“ an einem Beispiel – dem islamische geprägten Kulturkreis – innerislamische Diskurse im Blick auf eine Ethik des Friedens identifizieren und auf die in ihnen wirksamen religiösen, kulturel-len und philosophischen Voraussetzungen hin befragen. Die Hinwendung zum Islam ist nicht nur tagesaktueller Brisanz geschuldet, sondern auch der spezifischen Herausforde-rung, dass sich Muslimen heutzutage friedensethische Fragen stellen, die im unmittelbaren Rückgriff auf den in der Regel als normativ verstandenen Koran vermutlich nicht beantwor-ten lassen. Über die Erlaubtheit des Einsatzes von Atomwaffen oder den Einsatz von Droh-nen beispielsweise findet sich im Koran nichts Einschlägiges verzeichnet. Wie also verlau-fen Diskurse auf diesen und ähnlichen Themenfeldern in der Arabischen Welt, in der Tür-kei, in Iran oder in Südostasien?  In welcher Weise gehen in die Positionen, die sich im in-nerislamischen Diskurs identifizieren lassen, deskriptive Wirklichkeitsanalyse, präskriptive Argumente der allgemeinmenschlichen Vernunft sowie Bezüge zu den normativen Quellen des Islam ein? Vor diesem Hintergrund fragt das Projekt, ob sich in der islamisch geprägten Welt Diskurse über solche und ähnliche Fragen identifizieren lassen. Wo werden entspre-chende Diskurse geführt – im Internet, in akademischen Zirkeln, als politische Elitendiskur-se? Und welche Positionen lassen sich dabei identifizieren? Dabei ist es wichtig, die jeweili-gen Positionen in ihrer inneren Architektur zu rekonstruieren und zu fragen, ob und wie ein Dialog zwischen divergierenden Positionen möglich ist oder gar geführt wird. Wenn er möglich ist, muss es etwas Gemeinsames geben. Worin besteht dieses Gemeinsame? Das Projekt will Fragen dieser Art erörtern und zu einer zusammenfassenden Darstellung brin-gen.   


Begründungsdiskurse religiös motivierter (terroristischer) Gewaltakteure

Andreas Bechstein, Universität Marburg
Kontakt: andreas.bechstein@staff.uni-marburg.de

Ziel der Dissertation soll ein komparativer religionsphilosophischer Beitrag zur Debatte um reli-giösen Terrorismus sein. Ausgangpunkt ist die scheinbar einfache Frage: Was macht religiösen Terrorismus überhaupt religiös? Es sind offensichtlich nicht die Taten. Diese teilt er mit anderen Formen des Terrorismus und der politisch motivierten Kriminalität. Erst die entsprechenden Rahmungen der Taten durch die Akteure selbst in Form von Bekennerschreiben, Manifesten und zuweilen auch Ritualen und Bekleidungsvorschriften geben Anlass dazu, von religiösem Terro-rismus zu sprechen. Das Dissertationsvorhaben will bei der Analyse der schriftlichen oder münd-lichen Selbstdarstellungen ansetzen: Wie findet hier die Rahmung der Attentate statt? Welche Traditionen der jeweiligen Herkunftsreligion werden aufgegriffen und eventuell umgeformt? Welches Religionsverständnis, welche interreligiöse Fremdhermeneutik und welche Deutungsho-rizonte motivieren und/oder legitimieren religiösen Terrorismus? Im Anschluss an die Analyse soll der Frage nachgegangen werden, wie aus systematisch-theologischer Perspektive kritisch mit dem Phänomen des religiösen Terrorismus umgegangen werden kann? Dazu sollen Selbstdarstel-lungen christlicher und muslimischer Akteure analysiert und miteinander verglichen werden. Be-trachtet werden sollen konkret Texte sowie transkribierte Audio- und Videobotschaften von al-Qa‘ida als Beispiel für islamistisch motivierten Terrorismus. Auf christlicher Seite sollen u.a. Selbstdarstellungen der Army of God (ein loses Netzwerk militanter Abtreibungsgegner) in die Analyse mit einbezogen werden.


The Responsibility to Protect: Instrument der Re-Legitimierung des Krieges oder Vehikel der Kriegsächtung?

Prof. Dr. Gerhard Beestermöller, Institut für Theologie und Frieden
Kontakt: beestermoeller@ithf.de

Der Völkermord in Ruanda und Burundi hat Widersprüche auf zwei Ebenen aufgedeckt. Da ist zum einen das Abwägen zwischen Moral und Recht. Einerseits schien das unmittelbare moralische Empfinden einer übergroßen Mehrheit der Menschheit ein Eingreifen in Ruanda zu gebieten, andererseits konnte argumentiert werden, dass eine solche Intervention nur unter Verletzung eines grundlegenden Bausteins der Völkerrechtsordnung hätte erfolgen können: der Souveränität der Staaten. Zum anderen lässt sich der Genozid auch als Ausdruck eines Normenkonflikts auf völkerrechtlicher Ebene interpretieren. Sie spiegeln das in der VN-Charta angelegte Spannungsverhältnis zwischen zwei Säulen der bestehenden Weltordnung wider, nämlich dem Grundsatz der Staatensouveränität und der Verwirklichung der Menschenrechte. Welche dieser Normen hat im Konfliktfall Vorrang? Gilt auch bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit das Interventionsverbot? Fragen dieser Art waren es, die den ehemaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan veranlassten, sich immer wieder an die Weltöffentlichkeit zu wenden, um einen Konsens zu finden. Die Regierung von Kanada nahm diese Anregung auf und berief eine Kommission für die Bearbeitung dieser Frage ein: die „International Commission on Intervention and State Sovereignty“ (ICISS). Ihr Titel spiegelt den Anspruch, den sie an ihre Arbeit stellte. Die Kommission stellte im September 2001 einen Bericht mit dem programmatischen Titel „The Responsibility to Protect“ der Öffentlichkeit vor. Das neue Konzept der Schutzverantwortung beansprucht, die genannten Widersprüche aufzulösen. Es hat seitdem eine erstaunliche Karriere im Völkerrecht bis in die Schlusserklärung des Weltgipfels von 2005 erlebt. Das Mandat des UN-Sicherheitsrates zum Eingreifen in Libyen beruft sich expressis verbis auf die Responsibility to Protect. Dies zeigt, wie sehr diese Idee schon völkerrechtliche Wirkung gezeitigt hat. Gleichzeitig wird hier deutlich, wie dringend ein interdisziplinärer Ansatz vonnöten ist, der zugleich eine mehr deskriptive mit einer holistischen Perspektive verbindet, um die Implikationen und Konsequenzen dieses Denkens zu reflektieren.


Pax Christi und der Pazifismusstreit

Andrea Claassen, Universität Münster
Kontakt: andrea.claassen@gmx.de

Im Sommer 1995 entbrannte in der deutschen Sektion von Pax Christi der so genannte Pazifismusstreit, der sich um die Frage drehte, ob eine Militärintervention der NATO in den Bosnienkonflikt kategorisch abzulehnen oder unter gewissen Umständen als legitimes Interventionsmittel zu betrachten sei. Das Projekt beschäftigt sich mit dieser Debatte und konzentriert sich dabei auf die Entwicklungen der Jahre 1992 bis 1999. Neben der deutschen Sektion wird die niederländische Pax-Christi-Sektion als Vergleichsgegenstand herangezogen, da diese hinsichtlich der Pazifismusfrage eine liberalere Position vertreten hat. In einer Detailanalyse wird untersucht, wie sich die Akteure zu der oben genannten Fragestellung verhalten haben, welche Motive und Prägungen ihrem Verhalten zugrunde lagen, welche Auseinandersetzungen zur Positionsfindung innerhalb der Sektionen geführt wurden und von welchen Argumenten die Debatte geleitet wurde.


Conflict Transformation with Religious Dimensions

Prof. Dr. Richard Friedli, Universität Fribourg
Kontakt: richard.friedli@unifr.ch
 
The concept of globalization designs complex and moving realities – in the economic and politi-cal fields as well as in the mass-media presence or in the intercontinental migration movements and in the interreligious market (Beck, Was ist Globalisierung? Macht und Gegenmacht; Weltrisikogesellschaft). This multiform dynamic, which characterizes the globalizing world, is interpreted by the social and cultural sciences as one type of transculturation-processes.


Die Rhetorik des Monotheismus im Römischen Reich

Prof. Dr. Dr. Alfons Fürst, Universität Münster
Kontakt: afuerst@uni-muenster.de

Die antiken christlichen Theologen nutzten die Dialektik von Einzahl und Vielzahl in der Gottesvorstellung als zentrales Vehikel für die von ihnen geformte Unterscheidung des Christentums von der antiken Kultur und Religion, indem sie ein monotheistisches Christentum einem polytheistischen Heidentum gegenüberstellten. Mit dieser Dichotomie schufen sie ein einprägsames Muster zur Deutung der Geschichte und zur Verortung des Christentums in der antiken Kultur, das bis in die Gegenwart die Geschichtsschreibung zur Spätantike dominiert. Der Abgrenzungsdiskurs, den die christlichen Theologen dabei führten, war zugleich ein Reflexionsdiskurs über die eigene Gottesvorstellung und ein Faktor im Selbstfindungsprozess des antiken Christentums.
Das Gesamtziel des Teilprojekts besteht darin, durch Infragestellung der Dichotomie Poly-/Monotheismus, die ein sprachliches Konstrukt in je bestimmten Zusammenhängen mit jeweils bestimmten Absichten ist, Einteilungen, Abgrenzungen und Zuordnungen verschiedener Gottesvorstellungen (und zugehöriger Trägergruppen) zu erschließen, die den komplexen Konstellationen der kontroversen spätantiken Debatten in den diversen Situationen angemessener sind als simplifizierende Antithesen, ohne damit ein neues System von Kategorien zu schaffen.


Ökumenische christliche Kirchen in Konflikten

PD Dr. Gert Rüppell, Universität Bielefeld
Kontakt: gert.rueppell@uni-bielefeld.de

Von den Mitgliedskirchen im Ökumenischen Rat der Kirchen sind nicht wenige sehr direkt von politischen, ethnischen und militärischen Konflikten betroffen. Die ökumenische Bewegung als ein Zusammenschluss von Kirchen lässt sich nicht zuletzt als deren Reaktion auf die Konflikterfahrungen des Ersten und Zweiten Weltkrieges verstehen. Entsprechende kollektive Erfahrung ist heute in verschiedensten konfliktiven Kontexten gefordert und wird weiter transformiert. Das Projekt verbindet historische Forschung über konfliktbezogene Strategien der ökumenischen Bewegung mit Fallstudien zu deren Engagement in aktuellen Konflikten wie etwa Nordirland, Ruanda, Serbien/Bosnien und Südafrika. Ziel ist es, religiöse Friedensstrategien zu beschreiben und theologisch im Blick auf Versöhnungsprozesse als kollektive Prozesse psychischer Heilung zu reflektieren.


Ethos religiöser Friedenstifter

Leif Seibert, Universität Bielefeld & Dr. Zrinka Stimac, Universität Bielefeld
Kontakt: leif.seibert@uni-bielefeld.de & Zrinka.Stimac@uni-bielefeld.de

„Neue Kriege“ mit religiös vermittelter identitätspolitischer Dynamik gehören zu den wichtigsten aktuellen Krisenherden. Doch Religion hat nicht nur eine eskalierende Funktion. Das DFG-geförderte religionssoziologische Forschungsprojekt untersucht am Beispiel des Krieges in Bosnien-Herzegovina (1991–1995) und der Folgezeit die Handlungsbedingungen sowie das Ethos von Personen und Gruppen muslimischen, jüdischen, orthodoxen, katholischen und evangelischen Glaubens, die im Konflikt und in der Nachkriegszeit für Frieden und Versöhnung eingetreten sind. Die wichtigsten Theorieansätze sind Feld- und die Habitusanalyse.


Theologie der Versöhnung

Axel Stockmeier, Universität Bielefeld
Kontakte: axel.stockmeier@uni-bielefeld.de

In welchem Verhältnis die Versöhnung des Menschen mit Gott zur Versöhnung der Menschen untereinander stehe, ist schon seit alters eine wichtige Frage der theologischen Versöhnungslehre. Das Promotionsprojekt stellt sich dieser Frage hermeneutisch. Es knüpft zum einen an die Ergebnisse des Forschungsprojekts über bosnische Friedenstifter an; zum anderen arbeitet es Erfahrungen aus der schulischen Konfliktmediation auf. Aus diesem Erfahrungsmaterial werden im Dialog mit der Theologiegeschichte der Versöhnungslehre die heute relevanten systematisch-theologischen Fragen herauskristallisiert und theologisch bearbeitet. Ziel ist die Formulierung von Grundlinien einer aktuell erfahrungsbezogenen christlichen Versöhnungslehre.


Religion als politische Gefahr?

PD Dr. Volker Stümke, Führungsakademie der Bundeswehr
Kontakt: volkerstuemke@bundeswehr.org

Kriege und Gewalt haben in den letzten Jahren spürbar zugenommen und beeinflussen unser Zusammenleben (Kontrollen). Dabei sind auch die Religionen in den Fokus der Aufmerksamkeit geraten, schließlich gibt es religiös motivierte Täter (Terroristen, Befreiungskämpfer). Daraus resultiert die grundlegende Anfrage: Sind Religionen gefährlich, initiieren oder befördern sie zumindest kriegerische Gewalt? Die Allmacht Gottes, der Missionsbefehl, das Pochen auf exklusive Wahrheit, absoluter, im Gewissen verankerter Gehorsam, das fundamentalistische Beharren auf bestimmten Einsichten (Schöpfung) oder Verhaltensweisen (Bluttransfusion) sind nur einige Faktoren, die genannt werden, um die These von der Gefährlichkeit der Religion zu untermauern.


Der Umgang mit Macht und Machtlosigkeit

PD Dr. Volker Stümke, Führungsakademie der Bundeswehr
Kontakt: volkerstuemke@bundeswehr.org

Dass insbesondere für den LGAN qualifizierte Offiziere mit Macht umgehen können, kann vorausgesetzt werden. Aber wie geht man mit Machtlosigkeit um, wie verhält man sich, wenn Schlimmes passiert und man nichts machen kann oder darf? Diese Frage soll zunächst theoretisch analysiert werden, indem aktuelle Entwürfe zum Verständnis von Macht und Machtlosigkeit rezipiert werden. Es schließt sich ein praktisch orientierter Teil an, in dem anhand von Fallbeispielen der eigene Umgang mit Situationen der Macht und der Machtlosigkeit verstanden und eingeübt wird. Dieser zweite Teil wird zusammen mit der praktischen Theologin und ausgebildeten Seelsorgerin Prof. Dr. Corinna Dahlgrün von der Friedrich-Schiller-Universität Jena und ihrem Seminar durchgeführt werden.


Muslim belonging in contemporary North India

Raphael Susewind, Universität Bielefeld
Kontakt: susewind@uni-bielefeld.de

Das Projekt untersucht auf welche verschiedene Weisen Muslime in Lucknow/Indien, mit ihrer je eigenen familiären wie spirituellen Biographie, normative Diskurse über muslimische Zugehörigkeit wahrnehmen, navigieren und transformieren. Besonders im Fokus stehen intra-muslimische Vielfalt und ihre oft konfliktiven politischen Manifestationen, sowie deren Zusammenhang mit Formen der Selbstvergewisserung und -verortung. Methodisch basiert das Projekt auf ethnographischen und narrativen Daten, gewonnen in langfristiger Feldforschung mit besonderer Betonung auf räumliche Kontexte.


The ambivalence of the sacred as a personal dynamic

Raphael Susewind, Universität Bielefeld
Kontakt: susewind@uni-bielefeld.de

Das Projekt identifiziert vier verschiedene Weisen, Friedensarbeit mit dem eigenen Muslim-Sein zu verbinden: glaubensbasierte Akteure, säkulare Technokraten, sich emanzipierende Frauen und zweifelnde Profis ringen auf ihre eigene Weise mit und um Religion. Basierend auf narrativen und psychometrischen Daten im Post-Konflikt-Kontext von Gujarat/Indien, schärft das Projekt den Blick auf die „Ambivalenz des Sakralen“ (Appleby) als einer persönlichen Dynamik. Ein Kernergebnis der Untersuchung ist eine genauere Differenzierung von Ambivalenz (sowohl-als-auch) und Ambiguität (weder-noch) als zwei distinkten Manifestationen von Religion und Ge-waltkontexten.


Der gerechte Frieden – Die ökumenische Debatte zwischen kirchlichen Kontroversen und globaler Verantwortung

PD Dr. Ines-Jacqueline Werkner, FEST/Universität Heidelberg
Kontakt: ines-jacqueline.werkner@fest-heidelberg.de

In friedensethischen Fragen steht der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) gegenwärtig vor zwei zentralen Herausforderungen: Zum einen ergeben sich angesichts der neuen weltpolitischen Konstellation und der Forderung nach einer Responsibility to Protect die Notwendigkeit einer Neubewertung friedensethischer Kriterien. Zum anderen leitet sich in Anbetracht des Fortschreitens von Globalisierung und Global Governance und der zunehmenden Bedeutung transnationaler Akteure in der internationalen Politik für den ÖRK die Chance – und ggf. auch die Verpflichtung – ab, in einem seiner wichtigsten Tätigkeitsfelder, der Friedensethik, international aktiv zu sein und Einfluss zu nehmen. Vor diesem Hintergrund untersucht das Projekt, wie die Kirchen angesichts ihrer eigenen friedensethischen Positionen das ökumenische Konzept des gerechten Friedens rezipieren und welche Rolle diesem auf der Ebene der internationalen Politik zukommen kann.